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Blogs von Lile an Eden
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THEMA: Die Rauhnächte nahen

Die Rauhnächte nahen 2 Jahre 8 Monate her #90

Die Energie der Rauhnächte wird langsam fühlbar, die Wintersonnenwende naht und wieder ist es(wie eigentlich in jedem Jetzt) ein guter Zeitpunkt innezuhalten. In dieser Jahreszeit noch unterstützt durch den Zyklus, in dem sich die Natur befindet. Blätter fallen, die Tage werden dunkler. Stille kehrt ein und der Blick richtet sich nach innen. Zeit sich mit sich selbst zu beschäftigen. Zeit sich zu fühlen. Zeit das Gedankenkarussell anzuhalten und den inneren Krieg zu beenden.
Wie zeigt sich der innere Krieg..er zeigt sich in deinen Beziehungen, vorallem auch in der Beziehung zu dir selbst. Es ist das Hadern, der innere Widerstand, die Notwendigkeit Menschen, Dinge abblocken zu müssen, sich zu verteidigen, andere zu erniedrigen auch, die Notwendigkeit sich zu erklären, sich rechtzufertigen. Er zeigt sich in Unruhe, in Rastlosigkeit, im Getriebensein, im Entsprechenwollen in dem du Erwartungen anderer erfüllst, die in dem Moment, da du sie zu erfüllen suchst, zu deinen eigenen werden. Er zeigt sich auch darin, dass du dich, aus einer Ahnung, wie etwas zu sein hätte aus einem sogenannten höheren Bewusstsein heraus, selbst vergewaltigst, deinen eigenen Gefühle, deine Erschöpfung etc übergehst, zu funktionieren trachtest und dich dabei selbst in der Gesamtheit deines Seins verleugnest. Er zeigt sich auch darin, dass du es dir nicht erlaubst traurig zu sein, oder sogenannte schlechte Gedanken zu haben, weil du gehört hast, dass Gedanken Wirklichkeit schaffen und du meinst, du müsstest Welt jetzt dauerhaft rosarot sehen, um nicht noch mehr Schaden anzurichten. Er zeigt sich darin, dass du dich unzulänglich fühlst, dich und andere verurteilst und in sovielem mehr, das jede(r)einzelne in sich zu ent-decken vermag.

Vielleicht spürst du in der Vergegenwärtigung dieser Zeilen den Wunsch aus diesem Karussell auszusteigen, den Wunsch tief durchzuatmen..bewusst einzuatmen, Pause zu machen, auszuatmen und wieder Pause zu machen. Es sind diese Pausen, die so oft vergessen werden..dieses Innehalten...dieses Seinlassen auch...Gönne dir dieses Dazwischen, gönne dir auch das Gefühl geatmet zu werden, indem du nicht bewusst deine Atmung steuerst, eine Hand auf deinen Bauch legst, und einfach das Heben und Senken deiner Bauchdecke spürst. Mach dasselbe mit deinem Herz..Lege die Hand auf dein physisches Herz und fühle wie es schlägt...wie das Leben dich trägt, ohne dein bewusstes Zutun. Fühle die Geborgenheit angenommen zu sein, getragen auch und erinnere dich an Momente, wo du dieses Gefühl nicht hattest. Wo du das Gefühl hattest oder hast, unerwünscht zu sein, unerwünscht, allein und ohne Unterstützung. Der Grund dafür ist nicht oder nur selten in den konkreten Geschehnissen zu suchen.
Sehr oft ist es unsere Interpretation eines Geschehnisses, das uns die Schlussfolgerung nahe legt, dass wir nicht erwünscht sind. Und sehr häufig passiert das schon im Mutterleib, bzw in den ersten Monaten und Jahren nach unserer Geburt. Diese Schlussfolgerungen schreiben sich in unser Lebensbuch, wie Gesetze und es gilt dieser sogenannten Gesetze bzw Programmierungen gewahr zu sein und sie gegebenfalls umzuschreiben. Oftmals stellt sich eine sogenannte Ablehnung als Miss-Verständnis heraus, bzw als etwas was mit unserer Person oder/und unserem So-sein gar nichts zu tun hat. Dies können wir aber erst erkennen, wenn wir den anderen fühlen können, wahrnehmen als das was er ist und auch fähig sind seine Programmierungen wahrzunehmen, ebenso wie unsere eigenen. So ist es wichtig in Momenten, da wir uns ganz angenommen fühlen, vorallem wir uns selbst ganz annehmen, diese unsere eigenen Schlussfolgerungen und Interpretationen und Programmierungen zu klären, sie mit all unserer Selbstliebe zu durchdringen und von der Sonne unserer Wesens bestrahlt, werden sie sich auflösen, wie Wolken am Horizont.

Dieses "Ich bin unerwünscht" Programm habe ich deswegen gewählt, weil es sein sehr oft auftretendes Programm ist, und steht stellvertretend auch für andere Programme, wie ich bin nichts wert, ich bin unliebbar, wenn ich so bin, wie ich bin, ich muss mich verstellen, anstrengen, um geliebt und geachtet zu werden, bzw ich muss Bedingungen erfüllen, um geliebt zu werden etc etc etc

All dieser Programme gilt es sich gewahr zu werden. Dies mag sehr aufwändig scheinen, anstrengend, vielleicht sogar dramatisch, aber nichts davon muss es sein. Es kann auch ein einziger Moment der Realisation sein, der uns das Urvertrauen fühlen lässt, die Geborgenheit im Sein, die Liebe für das eigene Sein, das Mitgefühl mit der eigenen Disposition, die Achtung dessen, was sich uns als unser Erfahrungshorizont darstellt und der Frieden mit der Wahl, die wir getroffen haben in jedem Jetzt, und den Frieden mit den Früchten, die sich daraus gezeitigt haben. Dieser Moment ist ein Moment der Antwort, kein Moment einer Re-Aktion. Es ist ein Moment des Liebens und Begreifens.

Es gibt keine Regeln für diesen Moment, keine Bedingungen. Es mag dir helfen innezuhalten, still zu werden. Es mag dir helfen dich losgelöst von all deinen Verpflichtungen und Funktionalitäten einfach zu spüren, es mag dir helfen in die Natur zu gehen, ein Ritual zu machen, ein Feuerchen anzuzünden, oder darum zu bitten...Doch tatsächlich kann dieser Moment in jeder Situation stattfinden, in totaler Bereitschaft, wie auch in Ekstase oder völliger Kapitualtion der dir eigenen LebensBEWÄLTIGUNGSstrategien... Leben ist nichts zu Bewältigendes, es ist etwas zu Lebendes. Und es ist die Lebendigkeit die du auch in all dem Trubel der vermeintlichen Bedürfnisse, Wünsche, Befindlichkeiten zu erkennen vermagst, auch wenn sie zuweilen einem Jahrmarkt der Abhängigkeiten und Programme gleicht. In all dem erfährt sich Leben durch dich. Gib ihm das Gesicht, das deinem bewussten Sehen entspricht und erlaube es dem Feuer der Veränderung, alles von dir zu verbrennen, das deinem gefühlten Einssein in der Vielheit im Wege steht. Erlaube es dem Wasser, dich von der Last vergangener Jahre zu reinigen, innen und aussen, indem du seine Fähigkeit dazu anerkennst, und lerne vom Flussherz zu fliessen, sich in Veränderung zu erfahren und doch gleich. Erlaube es der Luft, dich zu streicheln, dir Leichtigkeit zu schenken und Beweglichkeit der Gedanken, erlaube es dem Sturm dich zu klären, erlaube es der Erde dich zu tragen, dich zu nähren, dich zu stützen in Zeiten da du Halt brauchst. Erlaube es der Liebe dich zu wärmen, dich zu erlichten, deine Wahrnehmung zu weiten, bis du selbst in ihrem Gewahrsein grenzenlos bist.....so far so long for now....In tiefer Verbundenheit ♥Lile
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