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THEMA: Die Reise

Die Reise 2 Jahre 8 Monate her #89

Lang scheint die Reise, beschwerlich der Weg,
und wenn auch die Kraft dem Ende zugeht,
so leuchtet darüber ein heller Stern,
der in Liebe bewacht, was dir scheint so fern.
Auch wenn die Hoffnung von Trauer durchzogen
und du dich wirst fühlen vom Glücke betrogen,
so wird dich führen der Strahl des Lichts
und du in erfülltes Sein aufbrichst.

Geh weiter. Du wirst an den Punkt der sich überlappenden Wirklichkeiten kommen. Wenn du diese Realitätsblase, sprich Blickwinkel, Betrachtungsweisen, innere Kategoriensysteme, Glaubenshaltungen, alte Überzeugungen, Ängste verlässt, wird sich deine Realitätswahrnehmung verändern, weiten und intensivieren und du wirst dich wie neugeboren fühlen in einer Welt, in der alles beseelt ist. Es ist diesselbe Welt, doch bestimmt dein Selbstverständnis dein Erleben derselben.

Stell dir vor, du müsstest einen Berg erklimmen. Auf halber Höhe stehst du und blickst zurück, wie weit du schon gegangen bist, und wie weit du noch zu gehen hast. Die Müdigkeit und die Aussichtslosigkeit werden dich zu Boden drücken.

Doch gehst du denselben Weg, ohne die Dauer zu vermessen, in Freude am Gehen, in Freude an der Natur um dich herum, ohne an gestern und morgen zu denken, wird es dir ein leichtes sein in kürzester Zeit den Gipfel zu erreichen, den zu erreichen du gewählt hast.
Es ist derselbe Weg, nur deine innere Einstellung entscheidet über die Art und Weise, wie du ihn erlebst.

Viele haben das Gefühl, dass ihr Leben einem harten Aufstieg gleicht und viele machen sich allzu konkrete Vor-Stellungen, wie der Gipfel auszusehen hat, bzw wie der Weg dahin zu gehen ist. Wenn ich nun sagte, der Gipfel existiert nur in deiner Vorstellung , ebenso die Idee etwas erreichen zu müssen, mag es seltsam scheinen, doch von einer gewissen Perspektive hat das seine Gültigkeit. Der Mensch ist zielorientiert, um nicht zu sagen wegfixiert und dies gewährleistet gewissermassen auch Entwicklung, wie er sich das vorstellt. Doch vieles, alles wesentliche ist er bereits, er weiss es nur nicht. Er sucht seine Verwirklichung sehr oft im Aussen, in einer glücklichen Beziehung, in der Anhäufung von Macht oder Gütern, in einer Vor-Stellung von Erleuchtung etc etc und richtet den Blick ständig nach aussen, auf Ziele, die ihm Erfüllung zu versprechen scheinen und vergisst dabei sehr oft sich selbst, bzw das ihm innewohnende Potenzial. Er lebt in der dauernden Gewissheit des Mangels, dass ihm etwas fehlt, was er zur Erfüllung braucht, dass er etwas leisten bzw dafür tun muss und vergisst , was er ist. Mehr als alles jedoch vergisst er das Jetzt.

Das folgende ist für Menschen, die an ein Ziel glauben, es erahnen, fühlen vielleicht und unendlich müde sind von der als bereits als ewig erlebten Reise, von all der Suche, die jeder Zweifel mit sich bringt..

Es liegt an dir, nicht mehr zurückzuschauen, sondern einfach zu gehen, alles hinter dir lassend, was du dir an mentalem und emotionalem Gepäck aufgeladen hast. Höre auf dich mit deinen Erfahrungen zu identifizieren, die sich aus isoliert wahrnehmenden Persönlichkeitsanteilen zu einem geglaubten Ich erworden sind. Du bist weder deine Gedanken, noch deine Geühle..du bist das, was wahrnimmt, nicht das Wahrgenommene. Du kannst dich im Wahrgenommenen erkennen, du wirst verstehen, dass das was du denkst und fühlst dir zu jedem Zeitpunkt entspricht, im Sinne, dass sich dein "Weg" der Weise des von dir gefühlten Entferntseins zu deinem Selbst gemäss entfaltet, ebenso wie deine Erfahrungen eines Tages vollkommen bewusst selbst gewählte sein werden, dann wenn du um dich weisst, wenn du in dir zuhause bist, wenn du aus dem Traum der Trennung erwacht bist.

Bis dahin aber wird dein eigenes Selbst, das Leben dir in jedem Moment das Erleben schenken, das dazu angetan ist, dich zu erinnern, mehr als alles an dich selbst. Dies wird oft nicht verstanden, ist zuweilen sehr schmerzhaft und der Verstand sucht nach Lösungen, stellt Fragen, vorallem die Warumfrage;stellt sie aber an Ereignisse, Personen etc, wo keine Antworten sind, nur weitere Fragen. Die Fragen erstillen sich im Sein und Liebe ist die einzige Qualität, die Antwort ist. Alles andere ist Re-Aktion auf etwas, das gegeben scheint. Und diese Re-aktionsgebarung hält uns immer im Bekannten, in Endlosschleifen sozusagen. Warum erwachen wir jeden Tag im selben Realitätsrahmen. Weil wir glauben, dass es der einzige ist, und weil wir weiters glauben, dass er als solches Bestand hätte. Was wenn ich nun sagte: Diese Welt hat für sich selbst weder Bestand, noch Existenz? Sie war nicht, ist nicht und wird nie sein, ausser in unserem Erleben, ebenso wie alle anderen Welten mit den unterschiedlichsten Realitätsrahmen für sich selbst nichts sind.

Es ist überhaupt nur Bewusstsein, sich selbst erfahrendes Bewusstsein mit schier unendlichen Wahrnehmungsrahmen. Bist du dir bewusst dass du Bewusstsein bist? Ist sich der Baum bewusst , dass er Bewusstsein ist...? Es ist die Bewusstheit des eigenen Seins, die wirk-licht ist. Und die Reise, die sogenannte Ent-wicklung ist ein sich weitendes Gewahrsein des Seins über seine eigene Befindlichkeit. Es träumt sich selbst in Bedingungen. Es ist immer es selbst , doch je nach Realitätsrahmen hat es das mehr oder minder vergessen und erscheint wie die Traumfiguren in unseren Träumen, die geträumt werden, ohne selbst Bewusstsein zu haben. Doch scheint es ihm lustvoll zu sein, sich in immer neuen Traumfiguren zu erfahren, die sich irgendwann als Träumer erkennen, so wie wenn der Mond plötzlich aus eigener Kraft zu leuchten begänne. And this is, what´s all about...und wenn ich sage es ist ihm lustvoll, so ist das eine blanke Unterstellung. Es ist einfach in seiner Natur.

Nun zurück zu dir, der sich als müder Reisender durch Raum und Zeit erlebt. Löse dich aus dem Traum etwas erreichen zu müssen, lass die Erschöpfung von dir abfallen, die deine Identifikation mit deinen mentalen und emotionalen Schöpfungen hervorgebracht hat. Verstehe dich selbst neu. Orientiere dich nicht so sehr am Außen, vermesse nicht die Winde, überlege nicht wie lange der Weg schon war, oder noch sein wird. Wende deinen Blick nach innen und wirke von innen heraus.
Manchmal sind Lösungen auf einer gewissen Ebene nicht möglich. Manchmal braucht es eine Bewegung in einen anderen Erlebnisraum, ein Verlassen des bisherigen Realitätsrahmens um eins sich zu fühlen– um klar zu sehen.
Im Zweifel liegt keine Lösung. Im gefühlten Einssein, vorallem mit sich selbst liegt die Klarheit. Nichts verlieren kannst du, nur erkennen, was ist. Hab Vertrauen in dich selbst und hol dir die Kraft aus der Qualität des Kindes in dir, in dem eine unerschöpfliche Quelle der Freude sprudelt, der Freude am Wachsen, am sich Entwickeln, sich Entdecken ohne Schuld oder Scham und sei dir einfach nur gewahr was ist, vorallem dessen, was in dir ist. Vorallem aber sei dir gewahr, dass es dieses Gewahrsein ist, das du bist.

Denken, fühlen sind, wenn du so willst, Funktionen des Seins, ihm immanente Fähigkeiten..vergleichbar den menschlichen Organfunktionen..du würdest im physischen Körper nicht auf die Idee kommen, dich mit der Scheisse zu identifizieren, die deine Verdauungsorgane ausscheiden, und doch kannst du in der Art und Weise des Stuhlganges, in seiner Konsistenz auch.. deine Befindlichkeit erkennen..Verstehst du? Du kannst dich in all deinen Ausdünstungen erkennen, denn sie sind deiner Befindlichkeit gemäss.

Stell dir einen unendlichen Organismus vor,ein Bewusstsein mit schier unendlichen Fähigkeiten sich selbst auszudrücken. Und stell dir nun vor, dass du selbst, deine Existenz ein Gedanke dieses unendlichen Bewusstseins ist oder meinetwegen eine Traumfigur in seinem Traum. Doch dieser Gedanke ist beseelt..du bist sozusagen ein lebendiger Gedanke, (wie möglicherweise dieses unendliche Bewusstsein auch) und dir wohnen diesselben Fähigkeiten inne wie diesem Bewusstsein selbst, denn so hat es dich gedacht und es hat dir die Wahl gelassen, sie zu verwirklichen, in dir und durch dich und alles was ist auf deine einzigartige Weise auszudrücken. Und so kannst du dich begnügen eine Traumfigur zu sein, oder aber zum bewussten Träumer zu werden, der selbst Wirklichkeit schöpft, durch sein Bewusstsein, der scheinbar Lebloses beseelt, nur indem er ihm Seele zuspricht, so wie auch dir Seele zugesprochen wurde, die Fähigkeit des Empfindens, des sich selbst Empfindens und andere in einem Realitätsrahmen, der ein Du ermöglicht, der Kommunikation ermöglicht, und der es ermöglicht etwas zu lieben, das scheinbar ausserhalb von sich selbst ist.

Dieses unendliche Bewusstsein hat diese Fähigkeit nicht..denn ausser ihm ist nichts. Darum hat es all die Realitätsrahmen imaginiert, in denen es sich erleben kann, durch alles was ist und doch für sich selbst meist nicht ist. Alle Schöpfungen sind Ausdruck des Empfindens dieses Bewusstseins..Sein Mind imaginiert die Rahmen, in denen es sich empfindet und es hat so imaginiert, dass jedes Erleben seiner selbst als Rahmenichs, weitere Rahmen hervorbringen kann, in denen es sich selbst erlebt..und der Ausdruck dieses sich selbst Erlebens in den Realitätsrahmen, die zuweilen Rahmen in Rahmen in Rahmen sind...erfahren sowas wie Individualität, Einzigartigkeit. Und all diese Stationen sind beseelt. Wer meinst du zu sein und wieviele? Bist du heute der Gleiche wie vor 10 Jahren, wie gestern, wie zum Zeitpunkt deiner Geburt? Du sagst vielleicht ja, ich bin derselbe aber ich bin nicht mehr gleich...also was in dir ist das selbe(st)? und wie viele nicht mehr Gleiche, aber selbe gibt es..ich sage unendliche und alle diese nicht mehr diegleichen machen eigenständige Icherfahrungen, wenn du so willst, dein erfahrenes Ich von jetzt ist nicht mehr das gleiche Ich wie jetzt, wo du den Satz zu ende gelesen hast, verstehst du? Ein Ich das sich an Erfahrenem definiert ändert sich mit jeder Erfahrung. Das heisst nicht, dass du viele Ichs hast. Nein..du bist immer Ich respektive Du, aber das was du als ich wahrnimmst ändert sich mit deiner Wahrnehmung.

Interessant also ist, was an dir ist dasselbe, jetzt, morgen, vorgestern..was ist dieses unveränderlich Selbe, das sich wie ein roter Faden durch all die Momente zieht, durch all die Leben, an dem sich all die Ich-Erfahrungen wie Perlen an einer Schnur aufreihen...Beginne ein Gefühl dafür zu entwickeln, finde den ersten Gedanken, der Du bist und du wirst deinen Namen finden, der kein Name ist, wie du ihn dir jetzt vorstellen könntest.

Dieses Selbst, der erste bewusste Gedanke, der du bist, der ein beseelter ist und einer Idee vergleichbar, die im Seelischen Inhalt und Form gewinnt, und sich im Physischen zeitigt, ist der unverwechselbare, einzigartige Name, der in der Sprache des Lichts wie ein Code ist, der wenn du ihn kennst, es dir ermöglich, jederzeit und überall, in jeder beliebigen Dichte dich dir und anderen zu offenbaren, in jedweger Form, als das was du bist.

Und noch ein Satz:
Lang war die Reise, doch verglichen mit dem gefühlten Weg, den du schon hinter dir hast, ist die Erfüllung in jedem Jetzt, dem du bereit bist dich ganz zu schenken, denn dieses Selbst ist in jedem Jetzt zu finden, denn das Jetzt ist immer Jetzt und alle Zeiten sind in ihm und deine Müdigkeit resultiert daraus, das du dich vielzusehr auf das was sich ändert konzentrierst und so von der Reise durch all deine Icherfahrungen erschöpft bist, als das du dich mit dem identifiziertst, was du bist..zeitlos und ewig du selbst. in Liebe Lile
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