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THEMA: Morgendämmerung

Morgendämmerung 3 Jahre 2 Monate her #68

Ich möchte euch von einem "Reich" erzählen, das kein Reich ist, sondern vielmehr unser natürlicher Zustand. Es ist ein Reich der Klarheit, des Friedens und der Begegnungen in Augenhöhe. Es ist ein Reich unendlicher, wunsch-, bedingungs-und angstfreier Liebe. Es ist ein Reich des Mitgefühls, der gefühlten Verbundenheit mit allem, ein Reich der unbemäntelten Reinheit und Freude, der unendlichsten Weiten inniglichster Inniglichkeit

So bin ich schon vor einiger Zeit quasi aus einem Leben gestorben, das geprägt war von Gefangenenschaft in Bedingungen, in Glaubens und Antiglaubenshaltungen, in Schuld- und Opferspielen, in Zerstückelung von Geist, Seele und Herz, in Prophezeihungen und Zukunftsträumen, Verlustängsten, Abhängigkeiten, fehlender Selbstliebe und romantisierenden Träumen. Ich habe dieses Leben nicht verlassen, nur meine Wahrnehmung hat sich geweitet und so auch mein Sehen dieses Landes und mein Erleben. Es ist nicht mehr mein Hauptwahrnehmungssitz sozusagen, doch kann ich es jederzeit willentlich zu meinem Erlebensraum machen, doch bin ich nicht mehr darin gefangen:-)

Jenes also scheinbar verlassene Reich und seine Regenten liegen irgendwo zwischen Himmel und Erde, mit unendlichem Wissen ausgestattet und dennoch gefärbt von magischem Denken, von Gottesbildern, von Schöpfungsmythen, die, selbst wenn sie ihre Gültigkeit haben, an Klarheit nichts aber auch gar nichts mit der Essenz der reinen Liebe zu tun haben, die in jedem von uns sich verwirklichen will...da ist Urteil, da ist Willkür, da ist Hörigkeitsgehabe, da ist Mittlertum, da ist unendliche Sentimentalität, da ist der Glaube an Schuld und ein Bewusstsein, das nicht über die eigenen Ich-Grenzen hinausreicht. Da ist eine Wirklichkeit der Wahrnehmung, die getrübt ist von persönlichen Befindlichkeiten, von Stimmungen und den begrenzten Erfassungshorizont der wahrnehmenden Sinne und da sind Endlosschleifen des Verstandes und die sich daraus ergebenden Reaktionsmechanismen.

Die Grenzen dieses Reiches sind wie ein Kokon, der uns umhüllt und uns glauben macht, ein Leben in diesen Grenzen sei die ganze Wirklichkeit. Nur selten ist der Wille zur Freiheit stark genug, den Kokon zu durchbrechen.
Es ist ein Sehnen, das am Herzen ansetzt, das wie ein starker Wind die Bewohner des Reiches mitnehmen könnte in jenes andere Reich, das kein Reich ist, von dem ich am Anfang sprach. Es ist die Bereitschaft sich selbst WAHR zu nehmen in Allem, eine Bereitschaft, die ich nur als Liebe bezeichnen kann, die fähig ist , durch die Selbsterkenntnis, die Grenzen zu sprengen. Solange da auch noch der geringste Widerstand ist und der Blick sich vom Hässlichen, vom Unangenehmen,in Abscheu abwendet, ist selbst die Zuwendung zum sogenannten Licht, das noch die Dunkelheit als Gegenteil erkennt, ein reiner Fluchtmechanismus. Das eine Licht, das wahre Licht hat kein Gegenteil, und keine Schatten..es ist das UR-Licht das hinter Licht und Dunkel steht und dessen reiner Funke in jedem von uns brennt.

Zu realisieren, dass Wir selbst alles sind, was wir zutiefst verabscheuen, bedeutet ein Ende der Gefangenschaft in den Geschichten, die wir uns selbst und anderen von der gedachten Wirklichkeit erzählen. Wir alle waren zu bestimmten Zeitpunkten Flüchtlinge vor uns selbst, im Exil Lebende, uns getrennt fühlend von einer Heimat, die wir nie verlassen haben, nur vergessen.
Das Leben im Exil präsentiert uns in atemberaubender Vielfalt Licht und Dunkel, Liebe und Hass, Wahrheit und Lüge...schlicht Dualität und alles dazwischen
„smile“-Emoticon

Sich in all dem zu erkennen, SELBTERKENNTNIS!,es sich in sich selbst bewusst zu machen und liebend einzuseelen ist der Schlüssel zur Freiheit, den man allerdings in sich selbst finden muss. Das Leben selbst ist das Rätsel allein.
Wir müssen uns im Spiegel der Menschlichkeit erkennen. Einigen, die sich selbst als Geist begreifen, im Gewand eines Menschen und ohne gefühlte Liebe, ist die Menschlichkeit widerlich, abscheulich und so flüchten sie in Einsamkeit, in Bitterkeit, in ein Unverstandensein auch, und in, aus unermesslichem Sehnen geborene, selbstimaginierte Liebesspiele, die meist Brauchbarkeitsverhältnisse sind und in z.T. unerträgliche Langeweile.
Ihre Grausamkeit ist eine Grausamkeit sich selbst und ihren menschlichen Anteilen gegenüber.

Die meisten Menschen schlafen noch, doch gilt es in die Tiefen zu steigen, unsere Urkraft herauszuschaufeln aus dem Grab von Leblosigkeiten und Oberflächlichkeiten, die sich meist in Brot und Spielen erschöpfen.
Wenn wir uns dem nicht als eine kosmoplanetarische Bevölkerung, denn von einer wahrhaften und hochentwickelten Zivilisation sind wir Lichtjahre entfernt, klar und deutlich stellen, dann... ja dann wird der Sauron (die Summe nicht realer Persönlichkeiten) in jedem von uns den Ring wieder schmieden, den EINEN, um sich selbst zu knechten. Wer den Krieg der selbst erschaffenen Persönlichkeiten nicht tief im Herzen und somit in sich selbst versteht, der wird das Mitgefühl, den Frieden und die Freiheit niemals fühlen und wahrhaft erleben.

Die allergrösste Angst, die ich in den Augen der Menschen sehe und auch förmlich riechen kann, ist die Angst, sie selbst zu sein, in Selbstbestimmtheit, in Selbstbewusstsein und natürlicher Autorität und Souveränität zu leben. So verlieren sie sich in Zukunftshoffnungen und Zukunftsängsten und vergessen das JETZT, den einzigen Ort, der das Feld ist, die Zukunft zu bestellen.

Wahre Zivilisationen, und von denen gibt es viele im Universum, leben aus der Selbstermächtigung jedes einzelnen und der Vollmacht, die aus der eigenen Göttlichkeit kommt. Und ihre Werte sind einfach und universal.

Viele von uns aber fühlen sich gezwungen, vor den „Werten“ nieder zu knien, welche uns jene präsentieren, die ihre Bestimmung darin finden, uns zu manipulieren, zu quälen und zu versklaven. Und genau das beginnt jetzt zu wanken. Doch viele reagieren mit Angst… weil sie gelernt haben, uns in der menschen- und erd-verachtenden „Kultur“ wohl und sicher zu fühlen. Und wir reagieren mit Angst, weil wir selber keine Macht mehr haben. Die haben wir an unsere „Götter“ und falsche Werte abgegeben!
Es ist die konzeptlose Stille die gefürchtet wird, das innere Schweigen.

Verurteile ich die Manipulatoren? NEIN, ich sehe sie und ich erkenne mich in ihnen Ich erkenne mich auch in der Hässlichkeit, in der Willkür, in der Selbstlüge, in den gedachten Gefühlen, im Wunsch zu besitzen, in der Angst, in der Gier, in der Liebe , an die Bedingungen geknüpft sind , in der Verlustangst usw ..und ich erkenne mich in der atemberaubenden Schönheit der Vielheit, die dieses Erleben in Grenzen, in Bedingungen mit sich bringt..ich kann mich in allem erkennen und ich kann es, weil ich auch im zutiefsten Mich Einlassen in das mir fremd Anmutende erkannt habe, dass Liebe sich in allem erkennt. Ich wurde mehrfach massivst von sogenannten Lichtlichten "angegriffen" für meine Verbundenheit mit den sogenannten "Schatten", meine Liebe für sie und alles was ich sagen konnte ist: Ich kann nicht anders..ich kann sie nur lieben..und so ist es auch..ich liebe sie wie ich mich selbst liebe und in dem Masse, in dem ich sie annehmen kann, liebe ich mich selbst.
Durch den tiefsten Abstieg in die dunkelste Seelennacht lernte ich mich selbst zu lieben und nichts mehr auszuschliessen, abzukapseln und so auch ein Urvertrauen zu entwickeln und zu erinnern gleichermassen, das nichts ausschliesst, sich vor nichts fürchtet und einfach ist. Und die Schatten verloren sich. Es ist eine Gewissheit, die sich aufs reine Sein gründet.

Im Moment ist es diese Klarheit, der ich diene und es sind die die ungefärbten Weiten des Geistes, die sich mir in der Einfachkeit zeigen, im Hier und Jetzt, die verbunden mit tiefer Selbstliebe, mich mich in allem erkennen lassen.

Nachwievor ist mir das Erleben jener Welt, zwischen Himmel und Erde zutiefst vertraut, die unbeschreibliche Süsse, die sich aus der Schwere gebiert, eine Welt der Tiefe, der Unermesslichkeit der Gefühle, der Angst vor dem Tod, der Vergänglichkeit. Dieses Erleben hat z.T überirdisch schöne Kunst hervorgebracht und eine Vielfalt des Erlebens, die einzigartig ist. Doch ist diese Welt auch von Schmerz durchzogen, von einer Intensität des Schmerzes, die mir äonenlang Heimat war..doch jetzt ist es so, als ob die Klarheit mich riefe, die ungetrübte Klarheit, die Freude und Glückseligkeit in Leichtigkeit, eine Leichtigkeit, die die äussersten Tiefen umfasst und integriert hat und jegliche Illusion der Trennung überwunden.

Und manchmal fällt es mir schwer den Blick zu wahren..zulange hab ich mich in der Welt der Geister, Götter, Dämonen und Engeln bewegt..sie wurde mir zu einem Zuhause...
Doch die ungefärbte Klarheit des reinen Geistes hat mich gerufen...immer getragen von der Tiefe des Empfindens, des Erlebens auch.Es ist die Tiefe des Erlebten, das dem leichten Spiel Gewicht verleiht......das farblose Licht ..es ergiesst sich in alle Farben, alle Reiche, alle Dichten...der Leichtigkeit vermählte Tiefe ...das sich Erkennen des Formlosen in den unendlichen Welten der Formen. Und dies wurde nur möglich, weil sich die Seele in der Menschlichkeit erfahren konnte, auch in Zuständen äusserster Dichte...sodass sich ein Bewusstsein gebären kann, das wir auch sind, das sich in allem erkennt. Und wir sind, wie Richard Bartlett es schon ähnlich formulierte, soviel mehr als unsere Körper, Gedanken und Gefühle..wir sind wirbelnde Strudel unbegrenzter Möglicheiten und fähig Dinge zu kreieren, die das Universum noch nie gesehen hat:-)))

PS:Freilich kann die Geburt in eine höhere Zivilisation schmerzhaft werden und wir können nun auch nicht mehr bestimmen, in welcher Verkleidung die Wehen herankommen. Wir müssen daher die Kontrolle aufgeben, uns an den Prozess hingeben… und uns gleichzeitig dabei die tiefere Kontrolle über unser wahres Sein und über unsere wahre Kraft zurückholen. Wir werden von niemandem gerettet. Wir müssen selbst lernen die Flügel auszubreiten und in einen neuen Morgen zu fliegen, der bereits heraufdämmert auf diesem Planeten...
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