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THEMA: Das Drama mit dem Drama ;-)

Das Drama mit dem Drama ;-) 4 Monate 1 Woche her #119

Ich möchte heute über das Drama sprechen, das zuweilen in Seelen tobt, die sich früher oder später spirituellen Lehren zuwenden, und/oder erkennen, dass die uns vorgegaukelte Realität von Bedürfnissen und Bedürfniserfüllung, von Erwartungen, Vor-Bildern, Besitzdenken, kleiner heiler Familienwelt etc nicht der in sich gefühlten Wirklichkeit entspricht.

Es kann zu einem "Drama" werden, sich vom "Drama"zu lösen. Viele von uns haben das Drama der isolierten Emotionen(damit meine ich Teilaspekte unseres Seins, die wir als nicht integriert in unsere Geist-Seelen-Körperstruktur wahrnehmen), diesen Tanz aus menschlicher Liebe, Abweisung, Sehnsucht, Suche, Angst, Schmerz,etc etc zu ihrer einzigen gelebten Wirklichkeit erhoben und die Intensität dieses Erlebens, wenn auch noch so schmerzhaft, als Menschsein deklariert.

Dennoch haben diese Seelen früher oder später einen intuitiven Zugang zu weiteren Ebenen des Seins, die lichtvoller sind, leuchtender und in ihrer Einfachheit undramatisch.Und so sehr sie sich danach sehnen, ist doch zuweilen die Bereitschaft sich vom erfahrenen Drama zu lösen, sehr gering. Viele fragen, wie kann ich diesen Schmerz heilen und die Antwort ist einfach. Löse dich von ihm, wie wenn du ein Holzstück oder eine Perle aus der Hand fallen lässt, die dir zu halten nicht mehr sinnvoll scheint.
Einfach loslassen. Dieses einfach Loslassen, scheint das Schwierigste überhaupt zu sein, aus verschiedensten Gründen. Manche weigern sich den Blick vom Schmerz zu lösen, weil sie sich in einem so hohen Maße mit dem erfahrenen Schmerz identifiziert haben, dass sie unbewusst meinen, ihre Identität zu verlieren, wenn sie alte schmerzhafte Erfahrungen begraben. Viele suchen die Erfüllung im Mangel, d.h. sie wollen zu essen, solange sie hungrig sind. Und wenn der wohlwollendste Meister ihnen sagt, du wirst im Schlaraffenland landen, sobald du bereit bist , dich der Fülle in dir, der Quelle selbst zuzuwenden, sind sie nicht bereit, die Isoliertheit bzw den Mangel aufzugeben. Denn was bedeutet Brot einem, der satt ist?
Viele haben in sich bereits Zustände erfahren, den ich den Zustand des Niemandslands nenne. Das ist ein Zustand, wo die bekannten Sinneserfahrungen in den Hintergrund treten und die Bedeutungszuweisungen sich verlieren. Alles ist, was es ist, und was man früher an Bedeutungen, Sinnhaftigkeiten, etc über das, was ist, gestülpt hat, ist weg. Die Erde ist Erde, ein Baum ein Baum, ein Tee ein Tee, ein See ein See....Die Magie dessen, was wir als zauberhaft empfinden, dem wir ein ganzes Gespinst an Bedeutungen, Zusammenhängen etc übergezogen haben, schwindet. Die Welt schmeckt schal in diesem Zustand..Das eigene Selbstbild verliert sich und man fühlt sich wie ein Niemand(nichts Bestimmtes) in einem Niemandsland..einem Land ohne zugewiesene Bedeutung.
Für viele ist dieser Zustand angstbesetzt, schier unerträglich und sie weichen zurück. Den wahren Zauber, die wahre Schönheit dessen was ist, eröffnet sich dem, der die Ent-Täuschung annimmt. Viele gehen nicht über diese Schwelle. Es hat zu allen Zeiten grosse Sänger der Wirklichkeit gegeben, die fähig waren dem Menschen die wahre Schönheit wie in einem Spiegel zu vermitteln. Und viele Menschen liebten diese Lieder, lauschten diesen Liedern und hielten sie für wahr, was sie auch sind. Doch die Wahrheit sahen sie nur im Spiegel und erlebten sie nicht. Um diese Wahrheit zu erleben, gilt es den Spiegel zu durchdringen und sie in sich und durch sich zu realisieren.
Die Spiegelzeiten sind vorbei...
Die menschliche Entwicklung, eingebunden in kosmische Prozesse, ist auf Realisation gestimmt, nicht mehr auf Reflektion. Und diese Stimme, dieser Ruf zum Aufbruch(Aufbrechen bestehender Krusten) wird von vielen gehört....Wenige folgen ihm, bis jetzt....z.t aus oben genannten Gründen der Anhaftung, der Sentimentalität, des Verlustes des Selbstbildes und aller an dieses geknüpften Beziehungsstrukturen. Viele fürchten ihre Menschlichkeit zu verlieren und die Welten des Geistes scheinen ihnen kalt, nicht liebend und weniger intensiv im Erleben, als das von der körperidentifizierten, und durch trennungsbasierte Paradigmen geprägte, Erfahren der "Wirklichkeit" bisher.
Manche Menschen fühlen auch die Not-Wendigkeit dieser Ent-Wicklung und beginnen mit dem Mental ihre Emotionen zu unterdrücken, wegzuatmen etc...Daraus erfolgen "Scheinexistenzen", die wohl einer Art von Wahrheit folgen, bzw ihr hinterherhecheln, aber als ganzheitliche friedliche Erfahrung kaum betrachtet werden können. Vieles scheint einem von leidenschaftsblutendem Erleben der Liebe geprägten Geist als Nicht-Liebe, weil er die höheren Schwingungen nicht wahrnehmen kann und viele Emotionen erscheinen einem eingeredetem klaren Geist als dreckig, unwert etc...Und in beiden Fällen regiert nachwievor die Illusion der Trennung und mehr noch des Urteils...

Wir leben in einer atemberaubenden Zeit, die es uns von der Zeitqualität ermöglicht auch den Körper, bzw die Körperlichkeit mitzunehmen.
Vieles was in der Geschichte als Paradies beschrieben wurde, war eine bewusste Einheit von Seele und Geist...ein bewusstes Zusammenwirken von Seele, Geist und Körper hat es in dieser Dichte kaum, um nicht zu sagen, noch nie gegeben...(und doch immer jetzt:-)
Das Bewusstsein, die diese neue Lebensform auf Erden hervorzubringen imstande ist, ist die 4, ich nenne es AN, das die Idee der Gegensätzlichkeit an sich überwunden hat und tatsächlich Einheitsbewusstsein ist(Doch das ist eine andere Geschichte)

All jenen Menschen, die nun an der Schwelle stehen, sei der folgende Brief gewidmet, den Torsten Grandt und ich vor einiger Zeit gemeinsam verfasst haben:

Liebes Menschenselbst,

Ich betrachte mich in dir von einer Ebene, derer du dir im Moment vielleicht gar nicht gewahr bist. Es ist eine Ebene der Klarheit, des Friedens und der Begegnungen auf Augenhöhe. Es ist ein Raum der Wahrhaftigkeit und der allumfassenden Liebe und damit mehr, als romantische Fragmente emotionaler Vor-stellungen. Es ist ein Fokus des Mitgefühls, Begegnungen in gefühlter Freiheit, gleichzeitig eine Lichtung der Reinheit und Freude. Und so bin ich gewissermassen aus dem Gefängnis deiner Wahrnehmung gestorben, und bin in einem Ich, dessen Erleben du in hohem Masse mitprägtest, wieder erwacht, in der Gewissheit des Traumes, den wir zusammen geträumt und in dem du dich noch verlierst. Vielleicht ist es auch nur Deine mangelnde Bereitschaft, die Ebenen der Klarheit und der erweiterten Perspektiven in dir zuzulassen, und wie ein kleines Kind, vertrauensvoll und ohne Vorbehalte sich in sie fallen zu lassen, dass du dich in mir noch nicht erkennen kannst. Du fühlst dich oft wie ein Gefangener in einem Gefängnis ohne Türen. Ein Wanderer zwischen Himmel und Erde mit unendlichem Bewusstsein und Wissen ausgestattet und dennoch begrenzt auf sich selbst repetierende Denkschleifen, geprägt von Gottesbildern und tradierten Mythen. Schwelgend in der Kraft des mentalen Urteils, der emotionalen Willkür und der selbst auferlegten Anhaftungen. Geprägt durch unzählige konditionierte Persönlichkeitsstrukturen, die, wenn sie überhaupt eine "Gültigkeitsrealität" innehaben, sich bei-leibe schwer tun werden, aufrechtes Mitgefühl und die Reinheit des Herzens zu erfahren.

Fremdbestimmte Reaktionsautomatismen forderten von Dir ein materielles Gottesbild, welches Gehorsam verlangt, Strafen androht, welches Liebe predigt und Willkür lebt, und diese Bilder haben sich tief in dein Erleben eingegraben in Schuld und Sühne, Scham und Opfersein und der damit verbundenen Ohn-Macht. Auf der Flucht vor dem beseelten Sein des wahrhaftigen und einzigen bewussten Augenblicks. Und dennoch – Du kannst Dich in die Freiheit führen, sofern Du die Kraft hast und das tiefe Sehnen, diese zu erlangen. Es ist dein Wesen, das ich bin, das dazu geschaffen ist, in der Begegnung mit dir und dem tiefen Verstehen über Dich selbst, sich der Lüge bewusst zu werden, der selbsterschaffenen, irrealen Persönlichkeiten, die vorallem aus dem Versuch, Schmerz zu vermeiden, entstanden, und auch der endlosen Gedankenwiederholungen, die Dir die Fähigkeit des Bewusst-Seins rauben. Und doch befreiend für Dich und solche, die den unbedingten Herzenswillen und die Wahrnehmung von Bewusstsein in sich tragen.

Der Weg mit dir( bzw in dir) war oft ein von dir beschrittender Weg der Hörigkeit, der unhinterfragten Gefolgschaft am Gelesenen, Gesehenen, Gehörten, der Gratwanderung am Abgrund. Du repräsentierst in atemberaubender Vielfalt Licht und Dunkel, alles dazwischen, Liebe und Hass, Wahrheit und Lüge. Sich in all dem zu erkennen, es sich bewusst zu machen ist der Schlüssel zur Freiheit. Auch scheint dir - das eine oder andere Mal - die Fähigkeit zur Selbstreflektion zu fehlen. Ebenso wie das Mitgefühl und das Erkennen der eigenen herzlichen Menschlichkeit. So sind all deine Urteile, in denen Du in anderen mit grosser Klarheit, aber auch Bitterkeit menschliches Gefangensein, ja Sklavensein erkennst, von der eigenen Begrenztheit und einer zuweilen abwesenden Selbsterkenntnis geprägt. Du kannst dich im Spiegel nicht erkennen. Er ist dir widerlich, abscheulich, und so flüchtest Du in Deine Einsamkeit, in Deine Bitterkeit, in Dein Opfersein, in Deine aus unermesslichem Sehnen geborenen selbsterschaffenen Liebesschöpfungen, die meist nur Brauchbarkeitsverhältnisse darstellen.

Du wähnst dich als Schöpfer und meinst alles zu sein und nichts. Du bist auch immer alles, doch solange Du als Teil Deiner Begrenztheit die Trennung lebst und Dich in deiner eigenen Schöpfung nicht zu erkennen vermagst, werden Dir dein Eigendünkel, Dein Stolz und die Überheblichkeit, deine nicht von dir erkannten und integrierten Persönlichkeiten, ständig im Wege stehen. (Yoda spricht J:) Ein Meister des Selbstbetrugs Du bist. Ebenenzauber die dunkle Seite in Dir erweckt. Aber nur Scheinrealität sie ist. Sobald ertappt Du Dich in ihr fühlst, Du Schein zu Sein erweckst. (Yoda Ende) Es sind die eigenen, von Dir erschaffenen Aspekte (Persönlichkeiten), die Dich dabei in die Welt der Scheinrealitäten führen. Und eben diese "Wahrheiten" biegst Du nach deinem Willen. Und so fühlst Du Dich immer im Recht, denn Recht zu haben und der angenommenen Realität damit Macht zu verleihen, bedeutet Dir unendlich viel.

Wie ein schlüpfriger Fisch entschwindest Du immer wieder deiner eigenen Selbst-Erkenntnis. Vielleicht ist das der Grund, warum Du Dich so sehr danach sehnst verstanden zu werden. Du verstehst Dich selbst nicht. Und in der konzeptlosen Stille des Mentals fürchtest du das innere Schweigen und die "Abwesenheit" des Herzens.

In all dieser Vielschichtigkeit des Menschseins sehe, beobachte und erkenne ich Dich, als ein Teil von mir. Dafür habe von Herzen Dank. Ich erkenne mich auch in der Hässlichkeit, in der Willkür, und in so vielem mehr. Und - ich erkenne die atemberaubende Schönheit des individuellen Seins. Deine Welt, die unbeschreibliche Süsse, die sich aus der Schwere gebiert, eine Welt der Tiefe, der Unermesslichkeit der Gefühle und Emotionen. Und doch ist Deine Welt von Schmerz durchzogen, von einer Intensität des Schmerzes, die seit Aonen Deine Heimat sind. Doch jetzt ruft Dich die ungetrübte Klarheit, die Freude und Glückseligkeit der Leichtigkeit. Eine Leichtigkeit des Seins, die erkennt und integriert, das Spiel der Illusionen und Trennungen zu überwinden. Es ist die ungefärbte Klarheit des reinen Bewusstseins, die Dich in der jetzigen Zeit, wie ein Ruf in der Wildnis, erreicht. Es ist jetzt an Dir dem Ruf zu folgen, liebes Menschenselbst, um das zu erkennen, was Du und viele andere schon immer waren.

In Liebe..Dein Bewusstsein:-)
(c) Lile an Eden, www.artvisionweb.com
Weiterführende Literatur: Das Buch des Lebens-Der vergessene Mythos der Liebe, Artvisionweb Verlag
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