In gewisser Weise bin ich gestorben, mein altes Leben ist
gestorben und ich gehe vollkommen frei in ein neues.
Heute, bei der Mondmeditation wurde es mir klar:
Wir machten ein Ritual, bei dem man sich in eine Grabstätte
begibt, wo auch all die Ahnen liegen . Man begibt sich in
die Dunkelheit der Kammer und ruft Erinnerungen hervor.
Erinnerungen an wunderschöne Momente mit geliebten Menschen,
an den Kuss eines Geliebten, Erinnerungen der Liebe, der
Freude, des Erfolgs und man hält sie in seiner Hand. Jede
einzelne Erinnerung strahlt wie ein kostbares Juwel und dann
lässt man sie los. Sie fallen auf den Boden, die einzelnen
Erinnerungen und auch dort funkeln sie wie Diamanten in der
Dunkelheit. Dann ruft man die schmerzvollen , angstbesetzten
, " unangenehmen" Erinnerungen hoch und sie beginnen aus dem
Inneren hervorzuquellen. Momente der Trauer, des Schmerzes ,
des Verlusts, des Versagens und auch diese Erinnerungen hält
man vor sich in seiner Hand und auch sie leuchten wie
kostbare Juwelen .Irgendwann lässt man sie los und sie
fallen auf den Boden zusammen mit den Tränen und sie bilden
einen Teppich aus Diamanten.Die letzten Fackeln sind
erloschen und mit den Fackeln der Herzschlag und der Atem.
Man schwebt völlig schwerelos in der Dunkelheit, frei von
Gefühlen der Freude, frei von Gefühlen des Schmerzes , frei
von all diesen Gefühlen .Und die Dunkelheit umfasst dich und
man fühlt sich geborgen in der Finsternis. Plötzlich wird
man sich des Herzschlags von Mutter Erde gewahr , die einen
umfängt. Ihr Herzschlag pulsiert in den Wänden der
Grabkammer, am Boden und während man dem Herzschlag der Erde
lauscht, bemerkt man wie das eigene Herz wieder zu schlagen
beginnt in vollkommener Resonanz mit dem Herzschlag der
Erde. Der Atem kehrt zurück und nun kann man wählen, welche
all dieser Erinnerungen man mitnimmt in den neuen Tag und
welche man für immer zurücklässt, in der Tiefe der Erde
begraben, wo sie keinen weiteren Schmerz mehr zufügen
können.In Weisheit wählt man die Erinnerungen, die man
behält und dann geht man völlig frei und unbeschwert in den
neuen Tag, in das neue Leben, nachdem man die Grabkammer
sorgfältig verschlossen hat. Man tritt in strahlendes
Sonnenlicht.....Nun das war die Meditation
Es war für mich eine unglaubliche Erfahrung, zu spüren,
während ich die geführte Meditation sprach, dass ich durch
diesen Prozess schon gegangen sein musste, dass ich also
schon gestorben war. Keine negative Erinnerung kam hoch,
keine Trauer, kein Schmerz, keine Angst-gar nichts von dem.
-nur Stille und Dankbarkeit..Frieden auch. Dagegen schien
mir alle Zeit der Welt zu kurz um mir all die glückseligen
Momente zu vergegnwärtigen, an die ich mich erinnerte.
Nach der Meditation dachte ich an Menschen , die ich liebe,
denen ich mich verbunden fühle, und ich spürte jeden
einzelnen von ihnen in mir und ich fühlte, was er brauchte
und ich schenkte es ihm. Ich Lile- Gabriela-die Göttin-ES ?.
Es machte keinen Unterschied. Es war einfach ICH.Lange Zeit
sassen wir vor dem Feuer und ich schaute in die Flammen.
Obwohl ich keine Bilder sah, weder vergangene noch
zukünftige, wusste ich , dass alle Zeiten in mir sind-in
diesem Jetzt und dass es keine Rolle spielt , ob ich alt bin
oder jung, ob ich auf dem Sirius bin, in Lemurien, in Atlantis ,
in Avalon oder in Graz. Das Empfinden ist immer
dasselbe..immer ICH-Ich mit mir all-ein.ICH BIN - Ich bin da
. ...und ich erinnerte mich daran, wann dieses Empfinden das
erste Mal ganz in mich einkehrte-nicht als Ahnung, sondern
als erlebte körperliche Empfindung. Es war am Tag der
letzten Tag- und Nachtgleiche, als die Engel mit mir
sprachen , in einem Moment kurz bevor ich den Blog : "Das
Vertrauen der Engel in uns" geschrieben habe.
Es war in diesem Moment, als ich mich annahm, ganz, als ich
JA zu mir sagte,das erste Mal in diesem Leben ungeteilt und
unhinterfragt JA zu mir sagte, nachdem mir die Engel ihr
Vertrauen in mich und jeden einzelnen von uns ausgesprochen
hatten.Ich war bereit zu sterben damals, durch mein
Mitgefühl, das zu einem hohen Masse Mitleid war, weil ich
erkannte, dass ICH EINFACH SO BIN, egal was irgendein
aufgestiegener Meister darüber denken mag.Und selbst wenn
ich die einzige gewesen wäre, die trotz jahrzentelangen
Bemühens der Geistigen Welt den Wandel nicht geschafft hätte
, es wäre mir gleichgültig gewesen, denn ich war nach Hause
gekommen in mir-egal ob tot oder lebendig.Ich entschied mich
für mich und mein altes Leben zerfiel zu Asche, besser
gesagt die Dramatik meines alten Lebens zerfiel zu Asche.
Hier bin ich nun- sehr lebendig, doch ich fühle mich anders
als zuvor.Mein Bezugspunkt hat sich verschoben. Ich schaue
und empfinde von woanders.Ich könnte dieses woanders nicht
mit Worten definieren , doch durch die Verschiebung dieses
Wahrnehmungspunktes hat sich mein Erleben fundamental
geändert. Ich fühle mich leicht und frei und geborgen wo
immer ich bin . Ich fühle unendliche Verbundenheit mit der
Natur , ja sebst mit scheinbar "toten" Gegenständen. Ein
Stück Holz in der Glut kann in mir unermessliches Entzücken
auslösen, ebenso wie ein Blättchen im Wind , oder ein Mensch
oder Tier.Ich fühle mich mit allem verwandt und mehr als
das; ich bin das Laub und der Baum und das Holz und das
Feuer.Bitte verzeiht mir den Enthusiasmus, aber mein
Empfinden im Moment ist wirklich unbeschreiblich und
gleichermassen still. Stille Glückseligkeit.
Ich danke euch unendlich zum wiederholten Male für eure
Aufmerksamkeit und werde das auch in Zukunft tun. Denn eine
Sache hat sich nicht verändert. Ich bin hier zu teilen,
mitzuteilen auch ...in tiefer Liebe und Verbundenheit..Lile
Ps : ich durfte auch erfahren, wie es ist in einem Raum zu
sein mit Lebenden und Toten gleichzeitig. Denn nichts ist
wirklich tot und der Schleier zwischen den Welten
verschwindet in den Hallen des Herzens, im ewigen Garten der
Liebe...wenn sich in dir dein wahres Wesen erhebt macht es
keinen Unterschied.Es ist wirklich, als ob du selbst zum
Flusse wirst und auf der einen Seite siehst du die Lebenden
und auf der anderen die "Toten" . doch du bist der Fluss und
die Brücke, die sie verbindet......
Hierzu noch ein wunderbares Gedicht von dem großen Esoteriker und Dichter Manfred Kyber:
Die Toten starben nicht. Es starb ihr Kleid.
Ihr Leib zerfiel, es lebt ihr Geist und Wille.
Vereinigt sind sie dir zu jeder Zeit
in deiner Seele tiefer Tempelstille.
In dir und ihnen ruht ein einiges Reich,
wo Tod und Leben Wechselworte tauschen.
In ihm kannst du, dem eigenen Denken gleich,
den stillen Stimmen deiner Toten lauschen.
Und reden kannst du, wie du einst getan,
zu deinen Toten lautlos deine Worte.
Unwandelbar ist unseres Geistes Bahn
und ewig offen steht des Todes Pforte.
Schlagt Brücken in euch zu der Toten Land,
die Toten bau`n mit euch am Bau der Erde.
Geht wissend mit den Toten Hand in Hand,
auf dass die ganze Welt vergeistigt werde.
(Aus: Genius Astri, Drei Eichen Verlag)